Claudias Philosophie

Ich verbinde Menschen. Mit Fotografie und Kunst.

CLAUDIAS PHILOSOPHIE
Schönheit – Vielfalt – Einzigartigkeit im Blick

Wenn Claudia Henzler davon spricht, dass sie für Schönheit, Vielfalt und Einzigartigkeit steht, so gründet das auf Ihren Erfahrungen. Ihre Wahrnehmung ist geprägt durch die Begegnung und Verbindung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen, Traditionen und Religionen. Über 50 Länder hat sie bereist. Dieser Erfahrungsschatz macht ihren Blick für das Menschliche und für das Licht aus. Selbst im Dunkel lässt sie das erstrahlen, was Anderen glanz- und bedeutungslos erscheint.

SCHÖNHEIT ist mehr als glänzende Juwelen. Mehr als ein faltenloses Gesicht. Mehr als ein Photoshop-gestylter makelloser Körper. Für Claudia Henzler ist Schönheit etwas, was im Blick des Betrachters liegt. Es hat mit der inneren Wahrnehmung zu tun. Mit dem Blick, der erkennt, warum zum Beispiel gerade die Falten im Gesicht der Frau aus Srebrenica ihre Seele, ihr Leid, ihre Freuden, ihr ganzes Leben in Fülle zum Ausdruck bringen. Schönheit kann soviel bedeuten wie „Ganzheit“ und „Vollkommenheit“. Schönheit begegnet man, wo nichts fehlt, wenn der Moment genau so perfekt ist, wie er ist.
So kann selbst eine Marktfrau in Haiti, umgeben von Plastik, in solch einem Glanz erstrahlen, dass sie wie eine Heilige wirkt…
Das Edle, das Besondere, strahlt durch sie so stark hindurch, dass das augenscheinliche Elend um sie herum dagegen erblasst, denn ihre Seele strahlt zu stark, als dass das Andere um sie herum ihr irgendetwas nehmen könnte.

VIELFALT ist nicht nur Buntheit. Nicht nur Farbenpracht. Nicht nur ein Artenreichtum. Vielfalt ist gleichzeitig ein Gefühl des Reichtums, des Überflusses, des Genug-Habens und Genug-Seins. Es bedeutet, dass alles da ist, was man sich nur erwünschen kann. Vielfalt heißt auch Freiheit, heißt Atmen können, aus vollen Zügen. Vielfalt deutet auf das Potential hin, das da ist, für ein gegenseitiges Von-Einander-Lernen, für Wertschätzung, für Kooperation, für Ergänzung.
Vielfalt ist das Gegenteil von Langeweile oder Routine. Vielfalt hat etwas mit Großherzigkeit und Weite zu tun… mit einem ausgedehnten Horizont. Mit der Haltung von weit gehöffneten Armen und einem Gipfelblick, der ein riesiges Panorama vor sich ausgebreitet sieht. Vielfalt beinhaltet die ungeahnten Möglichkeiten ganz tief zu inhalieren, sie in sich aufzunehmen… Neues zu versuchen… Vielfalt hat auch mit Abenteuer zu tun und mit dem Leben, das ständig Neues erschafft.

EINZIGARTIGKEIT ist das, was nicht wiederholbar ist. Es hat etwas mit Individualität zu tun. Kein Mensch gleicht dem Anderen. Kein noch so kleines Samenkorn ist mit einem anderen identisch. Einzigartigkeit macht klar, was so besonders ist. Beim Fokus auf Einzigartigkeit, geht es auch um Verschiedenheit. Es geht darum, was speziell ist, was es nicht noch einmal so gibt. Einzigartigkeit wird erkennbar durchs genaue Hinschauen. Durch den aufmerksamen Blick. Heute ist nicht gestern. Und das was jetzt geschieht, geschah weder vor 5 Minuten noch wird es in 10 Jahren nochmals so wiederkehren. Genau deshalb steckt im Moment eine solche Kraft und ein solches Schöpfungspotential. Die Chance ist einzigartig, genau diesen Moment, genau diesen Blickwinkel, genau diese Emotion, genau dieses natürliche Licht, genau diesen Gesichtsausdruck, genau diesen Raum so darzustellen und bildhaft zu vermitteln… Und das ist nur ein winziger Auszug von dem, was SCHÖNHEIT, VIELFALT und EINZIGARTIGKEIT für Claudia Henzler bedeuten.

Es geht mir nicht einfach nur um das Bild, sondern um das, was dahinter steht und das, was durch das Bild ausgelöst wird. So sind meine Bilder einerseits aktuell und gleichzeitig zeitlos und können in vielerlei Hinsicht von der Bedeutung her übertragen werden von Rumänien nach Österreich, von Haiti nach Italien, von Georgien nach Österreich, von Bosnien nach Deutschland und so weiter…. Denn ja, einerseits sieht man z.B. Bilder von gewaltigen Hot Spots und Krisenherden in meinen Ausstellungen.

 

ÜBER DAS HÄNDE-BILD
Sprechen wir mal von meinem Hände-Bild, das ich z.B. in Haiti nach dem Erdbeben machte. Als ich es machte, war das eins dieser Momente „JA! Das ist es. Das ist genau das wofür ich stehe. Wofür ich stehen mag!“ Und dieses Bild habe ich kurz darauf als mein Logo gewählt. Was sieht man also bei diesem Hände-Bild und wofür steht es?
Man sieht eine schwarze und eine weiße Hand. Ineinander gefasst, wie zum Gebet. Das zeigt einen Moment aus Haiti. Das ist eine Realität. In dem Sinne eine Reportage-Aufnahme. Jedoch hört es damit nicht auf. Das Bild steht für viel mehr. Für mich steht es z.B. auch für Völkerverständigung, für Dialog. Ich assoziiere es mit Zusammenhalt, mit Solidarität, mit Gemeinschaft, mit gegenseitiger Hilfe, mit „nicht allein sein“, mit Kooperation und Zusammenarbeit, mit Grenzen Überwindung, mit Anti-Diskriminierung und Chancengleichheit. Es hat mit Menschenwürde und Menschlichkeit zu tun. Und es hat durch die Art der Handhaltung noch die zusätzliche Dimension des Übergeordneten, des Göttlichen. Es steckt ein „Hilferuf“ im Bild – Bitte, Gott, hilf mir… und gleichzeitig ist die Hilfe schon im Bild zu sehen – durch die andere Hautfarbe… die Hände, die ineinander greifen. Es ist wie ein Bild das Bitte und Aussage zugleich ist: „TOGETHER WE CAN!“, auf Deutsch: Zusammen schaffen wir es.
Hier habe ich nur ein einziges Bild herausgegriffen, von dem ich meine, dass es den Charakter einer Ikone hat. Also auf viel mehr hinweist, als nur auf eine Ebene. Es ist ein Bild, was Meta-Ebenen beinhaltet. Ein Fenster zu einer anderen Realität. Es ist so etwas ähnliches wie vielleicht auch ein Hoffnungsträger. Sichtbar gemachter Traum. Sichtbar gemachte Vision. Eine Utopie, die schon in der Realität zu finden ist. Denn es ist ein Bild, das ich nicht gestellt habe, dass genau so schon existierte. Das Hände Bild ist eins der Bilder, was schon zahllose Menschen bewegt hat.

 

MISSION (IM-)POSSIBLE
Allein das zu tun: Menschen zu bewegen, Menschlichkeit zu fördern, ist für mich eine Kunst, ein Kunststück, ein Kunstwerk…
Dieser „Mission“ habe ich mich verschrieben: die Welt nicht kalt zu lassen. Sie lässt mich ja auch nicht kalt. Ich bin da, um zu bewegen. Mich selbst und Andere. Ich habe diesen Ansatz, dass ich denke: die Schönheit, die Vielfalt, die Einzigartigkeit dieser Welt will ich entdecken und preisen. Durch meine Fotografie. Durch meine Kunst. Durch mein Sein.
Ein Ideal. Ja. Ein Wunsch. Eine Hoffnung. Eine Vision…. Aber lieber träume ich große Träume und reiche hinaus nach den Sternen… und lande dann vielleicht auf dem Mond… als es nicht mal zu versuchen. Und: einige meiner kühnsten Träume wurden ja schon wahr.

 

DANKBARKEIT
Dankbar bin ich, dass ich das tun kann, wofür mein Herz schlägt.

 

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